Ländername

Republik Namibia – Republic of Namibia

Klima

Arides Klima; Regenzeit: Januar-März/April.

Landesgröße824.292 qkm

Hauptstadt

Windhoek, ca. 330.000 Einwohner (15 % der Gesamtbevölkerung)

Bevölkerung

ca. 2,3 Mio. Einwohner, Bevölkerungsdichte: ca. 2,2 Einwohner pro qkm, Bevölkerungswachstum 2,6 %

Alphabetisierungsrate.: 85 %

Währung

Namibia Dollar (N$)

Landessprachen

offizielle Amtssprache: Englisch; sonstige Sprachen: Afrikaans, Oshivambo, Otjiherero, Nama, Damara, Deutsch

Die Vielfältigkeit der Bevölkerung spiegelt sich auch in den gesprochenen Sprachen wider. Es gibt mit den Bantusprachen, den Khoisan-Sprachen und den indogermanischen Sprachen drei große Sprachgruppen mit über 30 Einzelsprachen bzw. Dialekten. Zu den Bantu-Sprachen gehören Oshivambo, Otjiherero, RuKwangali, SiLozi und Setswana. Zu den Khoisan-Sprachen zählen Khoekhoegowab und die Sprachen der San wie !Kung und Khoe.
Die von den Europäern und Bastern eingeführten Sprachen wie Afrikaans und Deutsch werden zwar nur von einem kleinen Bevölkerungsteil als Muttersprache gesprochen, sind aber besonders unter Farmarbeitern und anderssprachigen Weißen weiterhin sehr verbreitete Verkehrssprachen. Hierbei ist vor allem Afrikaans hervorzuheben. Von der „weißen“ Bevölkerung sprechen ungefähr 60 % Afrikaans, 32 % Deutsch und 7 % Englisch.
Nach der Unabhängigkeit wurde Englisch zur alleinigen Amtssprache erhoben. Der Großteil der Bevölkerung spricht als Zweitsprache Afrikaans. Deutsch ist die Muttersprache von 1,1 % (etwa 20.000) der Bevölkerung und Zweitsprache eines Großteils der weißen Einwohner sowie eines kleinen Teils der schwarzen Bevölkerung. Im täglichen Leben ist Deutsch eine wichtige Verkehrssprache vor allem in der Wirtschaft und dem Tourismus. Obwohl Englisch nur von weniger als 0,1 % der Bevölkerung als Muttersprache zu Hause gesprochen wird, hat sich der Anteil derer, die fließend Englisch sprechen können, in den Jahren seit der Unabhängigkeit drastisch erhöht.

Religion

ca. 90 % Christen, davon ca. 80 % Protestanten und ca. 20 % Katholiken; Rest Stammesreligionen.

Nationalfeiertag

21. März (Unabhängigkeitstag)

Unabhängigkeit

21. März 1990

Regierungsform

Parlamentarische Demokratie, Gewaltenteilung, säkularer Staat
Staatsoberhaupt und Regierungschef
Präsident Hage Geingobt, President of the Republic of Namibia (Amtsantritt am 21. März 2015),
Premierministerin Saara Kuugongelwa-Amadhila, Regierungschefin

Parlament

besteht aus zwei Kammern:
Nationalversammlung (National Assembly): 72 nach dem Verhältniswahlrecht gewählte Abgeordneten, sechs durch den Staatspräsidenten ernannte Mitglieder.
Nationalrat (National Council): 26 Mitglieder, je zwei nach Mehrheitswahlrecht in 13 Regionen gewählte Regionalräte.

Gesundheit

Für die Einreise sind keine Impfungen notwendig (Ausnahme: Einreise aus einem Land mit Gelbfieber), Malariaprophylaxe wird bei Reisen in den Norden (Sambesi Region) während des Sommers – vor allem in der Regenzeit – empfohlen

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen

  • siehe auch unter dem Punkt „links“

Politische Beziehungen

Seit der Unabhängigkeit Namibias 1990 haben sich freundschaftliche und umfassende Beziehungen zwischen Deutschland und Namibia entwickelt. Richtungsweisend für diese positive Entwicklung ist die Namibia-Entschließung des Deutschen Bundestags von 1989, in der die Bundesregierung aufgefordert wird, mit dem unabhängigen Namibia eine Sonderbeziehung zu entwickeln und zu pflegen. Damit wurde der besonderen Verantwortung Deutschlands für seine koloniale Vergangenheit ebenso Rechnung getragen wie dem Engagement der Bundesregierung und zahlreicher Institutionen der deutschen Bevölkerung für die Entwicklung des Landes.

Das deutsch-namibische Sonderverhältnis wird durch die Vielzahl der gegenseitigen hochrangigen Besuche verdeutlicht. Herauszuheben sind die Besuche von Bundeskanzler Kohl (1994), von Bundespräsident Herzog (1998) (s. Christiane-Herzog-Haus unter Arbeitsfeld Schule und Ausbildung: Ituseb) in Namibia sowie die Besuche von Staatspräsident Nujoma in Deutschland (1996 und 2002) und der Staatsbesuch von Präsident Pohamba Ende 2005. In den letzten Jahren besuchten Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (April 2003) und Bundesminister Fischer (Oktober 2003) Namibia. Die Bundesministerin Wieczorek-Zeul nahm als Vertreterin der Bundesregierung im August 2004 an den zentralen Gedenkfeierlichkeiten zum 100. Jahrestag des Beginns des Kolonialkrieges teil.

Entwicklungszusammenarbeit

Die intensive entwicklungspolitische Zusammenarbeit ist ein besonderer Schwerpunkt des bilateralen Verhältnisses. Deutschland ist das wichtigste Geberland. Pro Kopf der Bevölkerung erhält Namibia die höchste deutsche Entwicklungshilfe in ganz Afrika. Kennzeichnend für das deutsche Engagement ist nicht nur die staatliche Entwicklungshilfe, sondern eine Vielfalt privater Initiativen und Aktivitäten von Nichtregierungsorganisationen (NRO). Deutsche staatliche und private Hilfe seit der Unabhängigkeit beläuft sich inzwischen auf über eine halbe Milliarde Euro.
Diese Arbeit, zu der auch die DNEG ihren Beitrag leistet ist notwendig, um die Ungleichheiten, die die namibische Gesellschaft noch heute prägen und die ihren Ausdruck in weitverbreiteter Armut und hoher Arbeitslosigkeit finden, zu beseitigen.
Die Schwerpunkte der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit mit Namibia liegen in folgenden drei Bereichen:

  • Ländliche Entwicklung und Schutz natürlicher Ressourcen
  • Straßentransport
  • Wirtschaftsförderung
  • Bildung – so gibt es auf diesem Feld viele Partnerschaften mit Schulen und Universitäten in Deutschland

Kultureller Austausch

Die Kulturbeziehungen sind lebendig und vielfältig. Die kleine, aber wirtschaftlich bedeutsame Minderheitsgruppe deutschsprachiger Namibier (ca. 20.000) spielt dabei eine wichtige Rolle.
Die Stellung der deutschen Sprache in Namibia ist weiterhin stark. Als Geschäftssprache (u.a. in den Bereichen Handwerk, Dienstleistungen und Tourismus) und im kulturellen Sektor spielt sie eine wichtige Rolle. Die täglich erscheinende „Allgemeine Zeitung“ ist das Sprachrohr der Deutschsprachigen (Online:www.az.com.na).
Die große Mehrheit der deutsch sprechenden Namibier ist innerhalb des Dachverbandes Deutscher Kulturrat organisiert, der die kulturellen Interessen der Minderheit vertritt..
An ca. 30 Schulen werden ca. 4.600 Schüler in Deutsch als Fremdsprache unterrichtet. Deutsch als Muttersprache wird an der Deutschen Höheren Privatschule in Windhuk und an 12 Privat- und Regierungsschulen unterrichtet.

Reisezeiten

Das im Allgemeinen trockene und sonnige Hochlandklima lässt Reisen fast ganzjährig zu. In unserem Winter ist in Namibia Sommer: In dieser Zeit fallen die meisten Niederschläge, oft als kurze und heftige Gewitterschauer. Dann können manche Straßen für Stunden geschlossen sein, wenn heftige Regenfälle Trockentäler und Flussbetten füllen. Im Norden Namibias sind manche Straßen nur mit geländegängigen Fahrzeugen befahrbar und es herrscht erhöhte Malariagefahr (siehe Gesundheit). In der Trockenzeit, April bis Oktober, ist die Beobachtung von Tieren am besten. Die spärliche Vegetation erlaubt gute Sicht, außerdem konzentrieren sich die Tiere an den wenigen verbliebenen Wasserstellen.