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Mitteilung an alle Mitglieder der DNEG und Freunde Namibias

Sehr geehrte, liebe Mitglieder und Freunde der DNEG,

mit diesem Begleitschreiben zum Jahreskurier 2011 möchte ich mich Ihnen vorstellen. Am 12. November 2011 wurde ich von der Mitgliederversammlung der DNEG zum Präsidenten gewählt. Als letzter Posten im Auswärtigen Dienst war ich von 2006 bis 2008 Leiter der deutschen Botschaft in Namibia. Seit dieser Zeit bin ich mit der DNEG, unserem Partner GNDS und unseren Projekten vertraut. Viele Details aber bleiben mir noch zu erlernen. Für das dennoch in mich gesetzte Vertrauen, die langjährige gute Arbeit der DNEG fortzuführen, bin ich dankbar.

Der Jahreskurier 2011 unterstreicht in mehreren Beiträgen, wie wichtig Nachhaltigkeit der von uns betreuten Projekte ist. Ein bekanntes Problem der Entwicklungszusammenarbeit betrifft auch unsere Vorhaben in Namibia: Schulbauten, Heime oder Krankenstationen bleiben nach ihrem Aufbau – und oft auf Dauer - auf weitere Förderung angewiesen, weil die Eigenleistung in Form von Geld, Sachverstand und Initiative für den Erhalt nicht erbracht werden kann. Deutsche Entwicklungszusammenarbeit engagiert sich grundsätzlich nur einmal bei der Förderung von Baumassnahmen. Die materielle Zukunftssicherung wird üblicherweise nicht mitgeliefert, sondern es wird die Bereitschaft und Fähigkeit zum Bauunterhalt aus eigener Leistung vorausgesetzt.

Für die Entwicklungszusammenarbeit der Bundesregierung ist es daher unbefriedigend, um nicht zu sagen systemwidrig, zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit früherer Projekte erneut Zahlungen leisten zu müssen. Das ist gilt natürlich auch für die DNEG! Nachhaltigkeit wird nun seitens des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) mit Nachdruck gefordert. Für unsere vom deutschen Steuerzahler unterstützte Arbeit bedeutet dies, dass sich unsere Arbeit künftig an neuen Leitlinien orientieren muss. In erster Linie sind die Vorhaben Hoachanas, Gqaina und Witvlei betroffen. Es wird nicht gelingen, sie in absehbarer Zeit von finanzieller und fachlicher Hilfe ganz unabhängig zu machen. Worauf es aber ankommt, ist einen ersten Anstoß zur Selbsthilfe zu geben. Mit laufenden Einkünften aus Solarstrom sollen sie die finanziellen Mittel an die Hand bekommen, für die Erhaltung ihrer Gebäude selbst sorgen zu können. Wir denken auch an eine handwerkliche Grundausbildung, die nicht nur der Erhaltung der genannten Institutionen zugutekommen, sondern auf mittlere Sicht auch bessere Jobchancen für die Schulabgänger eröffnen sollte. Wir hoffen, damit das BMZ überzeugen zu können.

Hierfür aber sind jetzt besondere Anstrengungen seitens der DNEG vonnöten, für die wir auf zusätzliche Mittel angewiesen sind. Die geplante Solaranlage soll nach unseren ersten Überlegungen an einem sicheren Ort und einem verlässlichen Partner, nämlich der Deutschen Höheren Privatschule in Windhuk, untergebracht werden. Der erzeugte Strom würde von der DHPS abgenommen und zugunsten unserer Projekte vergütet. So bitte ich bereits in meinem ersten Schreiben an Sie, liebe Mitglieder und Förderer, um Ihre Spende, um diese Investition zu ermöglichen. Sie erscheint uns nicht nur sinnvoll für den unmittelbaren Zweck, sondern könnte, wenn das Vorhaben gelingt, zukunftweisend sein.

Mit besten Grüßen,

Arne Frhr v. Kittlitz